"Wir haben zu unseren Patienten ein besonderes Verhältnis"

Der Onkologe Dr. Hauke Täger betreut an zwei Tagen in der Woche Krebspatienten in der Gemeinschaftspraxis für Hämatologie und Onkologie in den Räumen des St. Josef-Krankenhauses Hermeskeil

Haupteingang des St. Josef-Krankenhauses Hermeskeil

16.02.2018

"Für die betroffenen Menschen und ihre Angehörigen ist es ein Glücksfall, dass wir mit der onkologischen Praxis im St. Josef-Krankenhaus in Hermeskeil ein wohnortnahes Angebot für Patienten mit Krebserkrankungen machen können", freut sich Krankenhausoberin Annette Münster-Weber. Vor rund vier Jahren hat die Gemeinschaftspraxis für Hämatologie und Onkologie, die Dr. Stephan Kremers und Privatdozent Dr. Stefan Bauer am Caritas-Krankenhaus in Lebach betreiben, unter dem Dach des St. Josef-Krankenhauses eine so genannte Zweitpraxis eröffnet. Jeweils mittwochs und donnerstags hält Dr. Hauke Täger hier Sprechstunden ab und ist mit den beiden Arzthelferinnen Monika Heinz und Hiltrud Schwandt für die Patienten da, die an Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe oder Tumorerkrankungen leiden. Der Facharzt für Innere Medizin, Onkologie und Palliativmedizin arbeitet sehr eng mit den Ärzten des Krankenhauses und den Mitarbeiterinnen des ambulanten Hospizes zusammen.

Vielfach wird eine Tumorerkrankung im Krankenhaus diagnostiziert. In diesen Fällen nehmen die Ärzte direkt Kontakt mit Dr. Täger auf. Er wird in die Diagnoseerstellung und Therapieplanung mit einbezogen und trifft die betroffenen Patienten häufig schon am Krankenbett. Wenn sie dann entlassen werden, bekommen sie kurzfristig einen Termin der Praxis für Hämatologie und Onkologie und "werden bei uns individuell weiterbehandelt und betreut", so Dr. Täger. Hier erhalten sie auch die sogenannten Systemtherapien. Zu diesen Medikamenten, die im gesamten Körper wirken, gehören unter anderem Chemo-, Antikörper-, Immun- und Hormontherapien. Leidet ein Patient an Erkrankungen des Blutes oder der Lymphknoten, dann nimmt Dr. Täger auch die Diagnostik vor. Der Kontakt zu den Patienten besteht oft über Jahre, denn Dr. Täger bietet auch die Nachsorge an.

"Wir haben zu unseren Patienten ein besonderes Verhältnis. Wir kennen jeden Einzelnen mit Namen und nehmen uns Zeit für sie", sagt Monika Heinz. "Denn wir wissen, dass sie in einer besonderen Situation sind und Unterstützung brauchen". Deshalb begleitet das gesamte Team die Betroffenen während ihrer Therapie. "Dabei haben wir die Erfahrung gemacht, dass es den Patienten hilft, dass wir ganz normal und unaufgeregt mit ihren oftmals lebensbedrohlichen Erkrankungen umgehen können", so Dr. Täger. Denn das schenkt ihnen Zuversicht und Sicherheit.

"Wir sind ihre Ansprechpartner bei körperlichen Beschwerden und fangen die Patienten auch mit ihren Ängsten, Sorgen und Nöten auf", sagt Hiltrud Schwandt. So dürfen sie auch ohne Termin in der Praxis vorbei kommen, wenn sie Fragen haben oder wenn es ihnen nicht gut geht. "Selbst wenn wir im örtlichen Supermarkt von Patienten oder deren Angehörigen angesprochen werden, ist das völlig in Ordnung für uns", sagt Monika Heinz.

Text: Heribert Frieling

 

 

 

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