Die Tagesklinik ist ein weiterer "Meilenstein in der Entwicklung unseres Hauses"

Tagesklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil feierlich eröffnet - große Nachfrage

Das Team der Tagesklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik mit Chefarzt Dr. Thielscher (3. von rechts) und der Leitenden Psychologin Yvonne Hoffmeister (2. von rechts) Foto: Heribert Frieling

29.01.2018

Die Nachfrage und damit der Bedarf sind enorm; denn unmittelbar nachdem das Haus Mitte Dezember seine Tagesklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Öffentlichkeit vorgestellt hatte, standen im St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil die Telefone nicht mehr still. Und obwohl die Tagesklinik erst Anfang des Monats eröffnet hat, sind die 20 Plätze längst vergeben, stellte Geschäftsführer Dr. Günter Merschbächer bei der feierlichen Eröffnung der Tagesklinik am vergangenen Freitag, dem 26.01.2018, fest. Deshalb bedankte sich Merschbächer auch nicht nur beim Land Rheinland-Pfalz dafür (Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler war aufgrund der Koalitionsverhandlungen in Berlin kurzfristig verhindert), dass man "uns den Auftrag gegeben hat, hier in Hermeskeil eine Psychiatrische Tagesklinik aufzubauen", sondern machte zugleich deutlich, dass "wir uns mit dem geplanten Ausbau auf 40 Plätze angesichts der großen Nachfrage nicht übermäßig viel Zeit lassen werden".

 Die Tagesklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil schließt die Lücke zwischen der ambulanten und stationären Versorgung psychisch Kranker in der Hochwald-Region. Geleitet wird die neue Abteilung, die in den Räumen der ehemaligen Geburtshilfe angesiedelt ist, von Dr. Stefan Thielscher als Chefarzt. Er tut das zusammen mit der Leitenden Psychologin Yvonne Hoffmann, mit der er auch schon in Gerolstein und Bitburg zusammengearbeitet hat. Thielscher ist auch dort Chefarzt der Psychiatrie.

Die Tagesklinik richtet sich an Patienten, die beispielsweise an einer Psychose, an Depressionen oder Angststörungen, an Ess- oder Persönlichkeitsstörungen leiden. Wenn bei ihnen eine ambulante Behandlung nicht (mehr) ausreicht, sie aber noch so stabil sind, dass sie keiner stationären Behandlung bedürfen, dann sind sie in der Tagesklinik richtig aufgehoben. Die Einweisung erfolgt in der Regel durch den Hausarzt oder den behandelnden Psychiater. - Tagsüber kommen sie hierher, absolvieren ihr Therapieprogramm, verbringen den Rest des Tages und die Wochenenden aber in ihrer vertrauten sozialen Umgebung. Die Behandlung hier dauert in der Regel sechs Wochen; erklärtes Ziel ist es, die Patienten wieder in die Gesellschaft und möglichst auch in das Arbeitsleben zu integrieren.  

In seiner Rede unterstrich Günter Merschbächer, dass das St. Josef-Krankenhaus in den zurückliegenden zehn Jahren einiges unternommen habe, um sich für die Erfordernisse der Zukunft zu wappnen. So habe man nicht zuletzt auch dank der Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz die Eingangshalle komplett umgestaltet, die Cafeteria neu gebaut, die Patientenaufnahme in einem neuen Funktionstrakt zentralisiert und damit die Abläufe und Prozesse im Haus nachhaltig verbessert. Die OP-Säle, die Chirurgie, die Ambulanz und der Eingriffsraum sowie die Abteilung Endoskopie seien umgebaut und erweitert, die Röntgenanlage digitalisiert, das IT-Netz im Haus erneuert, der Hubschrauberlandeplatz so gestaltet worden, dass er jetzt den strengen EU-Richtlinien entspricht. Man habe ein Blockheizkraftwerk gebaut, baue aktuell die Hauptküche um und habe mit der Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums weitere Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen ans Haus gebunden. Mit der Tagesklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik habe man nun "einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung unseres Hauses gesetzt".

 Auch wenn man in den zurückliegenden Jahren also einiges auf den Weg gebracht habe, so war Merschbächer um weitere Unterstützung durch das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium, "so müssen wir wach bleiben und uns frühzeitig für zukünftige und weitere Aufgaben wappnen". Zwei davon benannte er: Zum einen gelt es, die Versorgung psychisch kranker Menschen weiter zu verbessern. Und zum anderen "müssen wir uns rechtzeitig auch auf die Versorgung einer immer älter werdenden Bevölkerung einstellen".

Text: Heribert Frieling

 

 

St. Josef-Krankenhaus

Koblenzer Straße 23
54411 Hermeskeil
Telefon:06503 81-0
Telefax:06503 81-2804
Internet: http://www.krankenhaus-hermeskeil.dehttp://www.krankenhaus-hermeskeil.de