Historie des St. Josef-Krankenhauses Hermeskeil

Eine Typhusepidemie in Hermeskeil, die von September 1868 bis April 1869 dauerte, machte deutlich, dass Verbesserungen in der örtlichen Krankenpflege dringend notwendig waren.

Dem katholischen Ortspfarrer Johann Blum gelang es 1869, Schwestern der 1863 von Mutter Rosa Flesch in Waldbreitbach gegründeten Gemeinschaft der Franziskanerinnen der Allerseligsten Jungfrau Maria von den Engeln, zur ambulanten Krankenpflege nach Hermeskeil zu holen.

Zunächst als Mieter beim Lehrer Collet konnte das Haus 1879 mit großzügiger Hilfe käuflich erworben werden. Ein Umbau 1880 schuf die Basis für das St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil.

Ständige Ausbrüche von Typhus führten 1919 zum Bau des Seuchenhauses. In Folge einer erneuten Typhusepidemie im Sommer 1925 in Hermeskeil wurde die Zahl der Schwestern deutlich erhöht und der Bau eines großen Erweiterungsbaues begonnen, der im April 1929 seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

Der Kriegsbeginn 1939 brachte viele Veränderungen und Erschwernisse. Wie bereits während des 1. Weltkrieges war das Haus zeitweise Militärlazarett. Auch viele Häftlinge aus dem benachbarten KZ-Sonderlager Hinzert wurden hier medizinisch versorgt. Die Schwestern vollbringen unvorstellbare Leistungen zum Wohle gerade dieser Patienten.

Veränderte medizinische Anforderungen führten in den 1960er Jahren zur Planung und zum Neubau des Krankenhauses, das im Februar 1971 eingeweiht werden konnte.

Seitdem wird auf den Fortschritt in Medizin und Pflege mit Erweiterungen, Um- und Neubauten zur Verbesserung der Patientenversorgung reagiert.

 

 

St. Josef-Krankenhaus

Koblenzer Straße 23
54411 Hermeskeil
Telefon:06503 81-0
Telefax:06503 81-2804
Internet: http://www.krankenhaus-hermeskeil.dehttp://www.krankenhaus-hermeskeil.de