Hermeskeiler Arzt in Tansania

Varto Seeid hospitiert im Songea Regional Hospital

30.05.2017

"Wir können die Welt nicht retten, aber mit unsren Möglichkeiten etwas beitragen zu einer qualifizierten medizinischen Betreuung", nahm der Hermeskeil Chirurg und Oberarzt im St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil sich zum Grundsatz und leistete im Januar dieses Jahres einen humanitären Einsatz in Tansania.

 

Für die einen ist der 50. Geburtstag Anlass für ein großes Fest mit Familie, Freunden und Nachbarn, andere geraten vielleicht in eine Lebenskrise, weil sie mit der fünf vor der null innerlich noch nicht einverstanden sind - für Herrn Varto Seeid stand bereits vor seinem Jubeltag fest, dass er sich zu dieser Zeit einen ganz besonderen Wunsch erfüllen würde. So plante und buchte er eine Reise nach Tansania, die er mit seinem ersten Urlaub im neuen Jahr realisierte. "Ich hatte die Koffer im Hotel noch nicht ausgepackt, als ich notfallmäßig zu einer Magenblutung gerufen wurde", so sprudelt es aus ihm heraus, als er wenige Tage nach seiner Rückkehr von seinem Aufenthalt im Songea Regional Hospital berichtet.

Durch einen Zufall brachte ein Kollege ihn auf die Idee, sich in Tansania zu engagieren und empfahl ihm genau dieses Krankenhaus, welches aus seiner Sicht den größten Bedarf an Aufmerksamkeit und Unterstützung nötig hat. Tag und Nacht hae er gearbeitet, so Seeid. Er operiert mit reduzierten Mitteln, die bei uns in Deutschland weder technisch noch hygienisch vorstellbar sind. Behandelt hat er die Menschen vor Ort und kleine wie direkte Erfolge erlebet. Gleichzeitig haben sich junge Ärzte für ihn als Arzt aus Deutschland interessiert. Er hatte stets aufmerksame Zuhörer bei Vorträgen über Operationsverfahren und hochmotivierte Kollegen, die ihn als Lehrer und Mentor geachtet und geschätzt haben. So wurde er entlohnt mit unbezahlbaren Dingen, einem guten Essen bei der sonst kargen Kost und mit der Bitte eines Wiedersehens.

Nach der Aufbereitung des Bildmaterials stellte Seeid die Arbeit des Hospitals in Tansania anhand vieler konkreter Beispiele in der Freitagskonferenz des St. Josef-Krankenhauses Hermeskeil vor. Unterstützt von Kooperationspartnern und Privatpersonen sammelt er nun Instrumente und medizinisches Material, welches sobald wie möglich mittels Container auf den Weg gebracht werden soll. Ein nächster Aufenthalt in Tansania ist für ihn nicht ausgeschlossen.

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